Bücher, die die Welt nicht braucht….. Donnerstag, Feb 11 2010 

Manchmal frage ich mich, warum Verlage relativ häufig quasi ins Klo greifen und Bücher verlegen, die einfach nur schlecht sind. Und zwar nicht schlecht in Hinblick auf den Inhalt, sondern auf die Verarbeitung und äußere Aufmachung.

Man möge mich korrigieren, aber Verlage beschäftigen Lektoren, haben diensteifrige Geister die in den Tausenden von eingesandten Manusskripten DEN Megaseller suchen und zu finden hoffen und haben letztendlich dann auch noch Besprechungen, in denen die Jahresprogramme festgelegt werden. Alles nur, um möglichst viele Bücher zu verkaufen und Gewinn zu machen, was ja verständlich ist.

Unter diesen Vorraussetzungen sollte man doch meinen, das die Spreu vom Weizen getrennt wird, oder?

Ok, über Geschmack lässt sich ebensowenig streiten wie über Schönheit die im Auge des Betrachters liegt, aber gewisse Standarts sollte man doch wohl erwarten dürfen.

Was denkt sich ein Verlag bloß dabei, wenn er ein Buch mit überdurchschnittlichen Druckfehlern, Sätzen die plötzlich in der Mitte aufhören oder eklatanten Übersetzungsfehlern auflegt? Hakt es da bei der Endkontrolle? Sind die Lektoren und Setzer unterbezahlt/überfordert?

Oder schauen wir uns die Qualität der Buchbindung an. Es gibt manche Verlage, da produziert man fast schon Leseknicke im Buchrücken vom blossen Ansehen…

Für den Leser und Käufer sind das einfach nur No Go`s die den Lesegenuß trüben. Wenn ich mir ein Taschenbuch kaufe (bei Hardcovern habe ich noch höhere Ansprüche), erwarte ich zumindest bei deutschen Verlagen eine stabile Buchbindung und ein vernünftiges Lektoriat. Ich als Käufer verzichte liebend gerne auf solche, zugegeben sehr schicken Zugaben wie Klappcover,  illustrierte Innencover, 3-D Illustrationen auf dem Cover oder ähnlichen Schnickschnack, wenn der Inhalt stimmt.

Ich für meinen Teil habe die Konsequenzen gezogen und kaufe von einigen Verlagen zumindest keine Neuerscheinungen mehr. Im Sinne der Verlage ist das sicher nicht…

Verlagspolitik Mittwoch, Sep 30 2009 

Grade bin ich beim Stöbern im Netz bzw. beim Onlinebuchhändler meines Vertrauens, mal wieder auf eine Art der Veröffentlichung gestoßen, die mich einfach nur sauer macht.

Von Anne McCaffrey und ihren “Drachenreiter von Pern” -Zyklus gibt es mittlerweile unzählige Ausgaben, die meisten aus dem Heyne Verlag. Bei diesen Ausgaben harmonieren zumindest bei den älteren Ausgaben die Covergestaltung, im Inneren hat man vom Verlag die Info, welche Bände bisher erschienen sind und vor allem sind die Karten und Illustrationen von Johann Peterka integriert.

Jetzt sind die Rechte wohl zum cbt Verlag gewandert, der ja vorrangig Jugendbücher verlegt. Und was passiert? Zum einen werden erstmal nur drei Teile aus dem Zyklus neu aufgelegt, die inhaltlich zwar zusammengehören, aber von der inneren Chronologie ausgehend im letzten Drittel spielen. Zum anderen fehlen jetzt relevante oder zumindest interessante Infos.

Nix mit Karten, Glossar oder Illustrationen. Nada, Nichts. Dann werden die Bücher plötzlich völlig unnötig in die Kategorie “ab 12 Jahren” einsortiert, unverständlich vor dem Hintergrund, das McCaffrey die Bücher nicht als Jugendbücher geschrieben hat. Die größte Frechheit ist allerdings, das die Bücher als “DEUTSCHE ERSTAUSGABE” bezeichnet werden, was schlicht und einfach nicht der Wahrheit entspricht.

Ich verstehe durchaus, das Verlage Wirtschaftsunternehmen sind, die mit ihren Produkten großtmöglichen Umsatz und Gewinn erzielen wollen.

Aber bitte liebe Verlage, verkauft eure Kunden nicht für dumm und vor allem macht nicht den Fehler eure Kunden für dumm zu halten!!

Alte Leseliste Montag, Sep 28 2009 

Interessant, wie wenig sich mein Lesegeschmack in den letzten Jahren geändert hat. Ich grabe grade alte Leselisten aus, die zu meinem Erstaunen immer noch mehr oder weniger aktuell sind ;)

Hier mal die aus dem Juni 2006

Nebenan lauert der Tod – Merry Jones
Hat mich nicht richtig vom Hocker gehauen, ist aber ok zum zwischen durchlesen und ist kein Keeper.
7 von 10

Sucht die Donnereiche!/ Belagert die Sturmburg! / Entert den Windjammer – Garry Kilworth
Tolle Tierfantasy, hier sind die Cover erwähnenswert, die einfach Klasse aussehen !

10 von 10

Clan der Klauen -Jo Walton
Drachenfantasy im Gewand eines viktorianischen Romans a la Jane Austen. Drachenmädchen sind z.B. goldfarben und jungfräulich. Wenn sie jedoch aus Verlegenheit bei einem Heiratsantrag erröten, verfärben sich ihre Schuppen rosa und sie gelten als Braut bzw. sexuell erweckt…
Cooles Teil, 9 von 10

Bernhard Hennen – Nebenan
Witzige abgedrehte Story um eine heidnische Schwertkampfdruidentruppe in Köln, Heinzelmänner, Parallelwelt, Dryaden, einem Zahnarzt der zum Werwolf wird, dem Erlkönig und dem Bischof von Köln und vielem mehr.
8 von 10

Heather Graham -Dunkle Visionen
Solider Ladythriller mit gutem Showdown und Spannungsbögen. Ist zwar nichts was einen richtig vom Hocker reißt, aber aus der Hand legen konnte ich das Buch auch nicht
7 von 10

Sallie Bissell -Lockruf des Todes
Bin noch ganz am Anfang, aber das was bisher kam bekommt 9 von 10 Punkten Edit: Es bleibt auch dabei, der Thriller bekommt 9 von 10 Punkten. Vor allem weil mir die Hauptperson sympathisch ist und ich auf eine Fortsetzung der angedeuteten Romance hoffe *g*

Jeanine Krock -Der Venuspakt
Irgendwie hab ich ein Problem mit deutschen Autoren, die romantische Fantasy schreiben….Bisher hat mich kein Buch richtig vom Hocker gerissen bzw. so fasziniert dass ich es nicht aus der Hand legen konnte.
6 von 10 Punkten

Robert Stallmann – Werwelt
Eine Trilogie um ein Wesen seltsamer Herkunft, das sich in Menschen verwandelt. Zuerst ein kleiner Junge von fünf, wird es später ein Teenager, um dann ein junger Mann zu sein. Eine sehr interessante Art die Geschichte eines Wertieres zu erzählen, aus der seltsamen Sicht des Wesens und des jeweiligen Menschen.
9 von 10

Julian May – Schwertmond Samstag, Sep 26 2009 

Zur Zeit habe ich von Julian May – Schwertmond in den Händen.

Nach dem letzten Fantasyroman, den ich voller Schaudern wieder weggelegt habe (ich verrate nicht welchen, aber wer meine Rezis im Liebesromanforum liest, wird vielleicht herausfinden, welchen ich meine), ist das mal wieder Lesegenuß pur. Ok, man muss schon Gefallen daran finden, das im Roman anscheinend wenig passiert und der Fokus mehr auf den Charakterdarstellungen ruht. Mal gucken wie der Roman noch so wird, ich bin erst auf Seite 50, aber wenn das Teil so gut ist, wie die ersten Seiten, ist das Wochenende gerettet :)

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