Manchmal frage ich mich, warum Verlage relativ häufig quasi ins Klo greifen und Bücher verlegen, die einfach nur schlecht sind. Und zwar nicht schlecht in Hinblick auf den Inhalt, sondern auf die Verarbeitung und äußere Aufmachung.
Man möge mich korrigieren, aber Verlage beschäftigen Lektoren, haben diensteifrige Geister die in den Tausenden von eingesandten Manusskripten DEN Megaseller suchen und zu finden hoffen und haben letztendlich dann auch noch Besprechungen, in denen die Jahresprogramme festgelegt werden. Alles nur, um möglichst viele Bücher zu verkaufen und Gewinn zu machen, was ja verständlich ist.
Unter diesen Vorraussetzungen sollte man doch meinen, das die Spreu vom Weizen getrennt wird, oder?
Ok, über Geschmack lässt sich ebensowenig streiten wie über Schönheit die im Auge des Betrachters liegt, aber gewisse Standarts sollte man doch wohl erwarten dürfen.
Was denkt sich ein Verlag bloß dabei, wenn er ein Buch mit überdurchschnittlichen Druckfehlern, Sätzen die plötzlich in der Mitte aufhören oder eklatanten Übersetzungsfehlern auflegt? Hakt es da bei der Endkontrolle? Sind die Lektoren und Setzer unterbezahlt/überfordert?
Oder schauen wir uns die Qualität der Buchbindung an. Es gibt manche Verlage, da produziert man fast schon Leseknicke im Buchrücken vom blossen Ansehen…
Für den Leser und Käufer sind das einfach nur No Go`s die den Lesegenuß trüben. Wenn ich mir ein Taschenbuch kaufe (bei Hardcovern habe ich noch höhere Ansprüche), erwarte ich zumindest bei deutschen Verlagen eine stabile Buchbindung und ein vernünftiges Lektoriat. Ich als Käufer verzichte liebend gerne auf solche, zugegeben sehr schicken Zugaben wie Klappcover, illustrierte Innencover, 3-D Illustrationen auf dem Cover oder ähnlichen Schnickschnack, wenn der Inhalt stimmt.
Ich für meinen Teil habe die Konsequenzen gezogen und kaufe von einigen Verlagen zumindest keine Neuerscheinungen mehr. Im Sinne der Verlage ist das sicher nicht…