Keri Arthur – Wächterin des Mondes Mittwoch, Mai 12 2010 


Wächterin des Mondes (2): Roman
Keri Arthur
Blanvalet Taschenbuch Verlag 2010-04-12 Taschenbuch 416 Seiten

Inhalt:
Riley wacht desorientiert in einer dunklen Gasse auf und spürt nur, das sie um ihr Leben kämpfen muss. Schnell stellt sie fest, das sie sich in einem der geheimen Genlabors befinden muss, deren Existenz kurz zuvor aufgedeckt wurde. Mit dem sexy Pferdegestaltwandler Kane gelingt ihr die Flucht und schon wird gerät sie erneut in den Sog der Ermittlungen. Sie trifft den Vampir Quinn wieder, mit dem sie eine besondere Bezeihung verbindet und muss sich erneut mit dem Werwolf Misha einlassen, obwohl er für die gegnerische Seite arbeitet.

Meine Meinung:
Vom ersten Roman der Reihe war ich sehr angetan, vor allem weil mir die Heldin sympathisch war und sie erfrischenderweise keine schwerwiegenden traumatischen Erlebnisse mit sich herumschleppte. Prinzipiell hat sich das in diesem Buch nicht geändert, dennoch bekommt der Roman nicht die volle Wertung.
Man merkt einfach ganz deutlich, das in diesem Band nur die Handlungsfäden des 1. Bandes weitergeführt werden und neue Charaktere auftauchen um das Sexualleben von Riley weiter zu bereichern. Dadurch wirkt der Roman mehr wie ein Lückenfüller und weniger als eigenständiger Roman.
Schlecht ist das Buch dadurch nicht, man muss sich nur bewußt machen, das es der 2. Teil einer bisher 9 Teile umfassenden Serie darstellt und die offenen Fragen in den Folgebänden geklärt werden. Unter diesem Aspekt gelesen kann man dann auch die gesteigerte Action und Geschwindigkeit des Romanes genießen. Riley entwickelt sich immer mehr zur Kämpfernatur, was sie widerwillig akzeptiert.
Wie im Auftaktband hat Riley auch hier häufig Sex mit wechselnden Partnern und mit Kade und Kellen treten zwei sexy Figuren auf, die Riley wohl auch noch in den Folgebänden begleiten werden.
Mein Fazit: Ich mag einfach die ganzen Hintergrundinfos und kleineren Nebenhandlungsfäden rund um die Werwolfkultur, letztendlich halten diese und die große Sympathie für die Heldin mich bei Laune, die Serie weiter zu verfolgen. Wer den Auftaktband schon mittelmässig fand, wird vermutlich keinen großen Gefallen an den Folgebänden finden.

Meine Wertung:
8 von 10

Michelle Sagara – Kaylin Mittwoch, Mai 12 2010 


Kaylin und das Reich des Schattens
Michelle Sagara
MIRA TASCHENBUCH IM CORA VERLAG 2010-05-01 Taschenbuch 480 Seiten

Inhalt:
Band 1 der Chroniken von Elantra
Sieben Jahre ist es her, dass Kaylin die Flucht aus dem von Gewalt regierten Schattenreich Nightshade gelang. Vor allem Kinder wurden dort als Opfergaben brutal niedergemetzelt, und sie alle trugen rätselhafte Zeichen an Armen und Beinen, die sich auch bei der 13jährigen Kaylin zu bilden begannen. In der benachbarten Stadt Elantra fand sie Schutz bei den Falkenlords, Hüter der Ordnung und Sicherheit. Sieben Jahre lang kämpfte Kaylin auf der Seite des Lichts. Dann aber werden wieder Kinder ermordet, und die Male auf Kaylins Haut verändern sich erneut. Es wird Kaylins Aufgabe, die dunklen Mächte von Nightshade endgültig zu besiegen.

Meine Meinung:
Puh, wenn man diesen Roman zuklappt und die letzte Seite gelesen hat, denkt man erst mal geraume Zeit darüber nach, wie man ihn einschätzen soll.
Sprachlich ist der Roman sicherlich anspruchsvoll und lässt sich alles andere als locker und leicht herunterlesen. Die ersten 200 Seiten lesen sich eher zäh, was schlichtweg daran liegt, das die Autorin Infos über die Vergangenheit der Protagnisten nur häppchenweise serviert. Das steigert den Spannungsbogen natürlich enorm, hinterlässt bei eher ungeduldigen Lesen aber auch einen kleinen bitteren Beigeschmack.
Man muss Gefallen an diesem Stil finden und sich quasi den Roman Seite für Seite erarbeiten. Im Grunde genommen mag ich es, wenn Fantasy eben nicht so einfach ist.
Meine Bewertung ist dennoch zwiespältig. Die Ausarbeitung der Charaktere, die Fantasywelt und die Gesellschaftsform gefallen mir außerordentlich gut. Anderserseits hatte ich nach der letzten Seite immer noch das Gefühl, nicht alles verstanden zu haben und ich bin mir nicht sicher, ob das an der Übersetzung liegt oder an dem Überlesen von Informationen. Teile des Romanes, vor allem die Beschreibung der Magie von Kaylin, sind für mein Empfinden einfach zu vage, zu mystisch-magisch beschrieben, um richtig verständlich zu sein. Das hat mein Lesevergnügen letztendlich ein wenig getrübt, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, das das Buch Fantasy vom Feinsten ist.
Meine Hoffnung liegt in der Fortsetzung, die meine offenen Fragen hoffentlich beantworten wird.
Fazit: Eine Kaufempfehlung für alle, die eher düstere und anspruchsvolle Fantasy mögen!

Meine Wertung:
8 von 10

Rachel Hawthorne – Süßer Mond Mittwoch, Mai 12 2010 


Süßer Mond: Die dunklen Wächter
Rachel Hawthorne
Goldmann Verlag 2010-04-12 Taschenbuch 256 Seiten

Inhalt:
Nichts ist gefährlicher als ein Werwolf – außer ihn zu lieben
Kayla weiß nicht, warum sie immerzu an Lukas denken muss, er sie sogar bis in ihre Träume verfolgt. Seit sie ihm zum ersten Mal begegnet ist, will sie ihm nahe sein. Dabei ist er oft ziemlich abweisend. Er scheint ein Geheimnis zu haben, das er zu verbergen sucht. Sie selbst wollte sich in der Wildnis endlich ihren Ängsten stellen, die sie seit dem Tod ihrer Eltern lähmen. Aber dann trifft sie im Wald auf einen Wolf, dessen Augen ihr vertraut vorkommen, und plötzlich wird ihr einiges klar …
Romantische Mystery: für die Nerven und fürs Herz.

Meine Meinung:

Eines muss man vor der Lektüre dieses Buches unbedingt wissen: In welche Romantasy Kategorie man es einzuordnen hat.
Der Roman ist ein waschechter Teenieschmöker, ein reines Jugendbuch und für alle geeignet, die unter 20 sind oder alt genug, um sich wieder 17 fühlen zu wollen. Dreh- und Angelpunkt der Story ist die Entwicklung von Kayla und ihre aufkeimende Liebe zu ihrem Schwarm Lucas. Die Verwirrung und die Zwiespältigkeit der ersten Liebe und das gegenseitige Umherschleichen sind nachvollziehbar geschildert, auch der fast genauso süße Gegenspieler um die Gunst von Kayla fehlt nicht.
Unter diesem Aspekt gelesen ist der Roman zuckersüß, irgendwie niedlich, voller unschuldiger Romantik und trifft mitten in das junge Herz.
Hat man jedoch den Anspruch, einen guten und durchdachten Werwolfroman mit Romance lesen zu wollen, der über mehr als keusche Küsse hinausgeht, wird man hier definitiv nicht fündig werden.
Die Storyline ist einfach, die Charaktere sind eher eindimensional und bei einigen Erklärungen zur Soziologie des Rudels schüttelt man nur ungläubig den Kopf. SPOILER


Es ist schon ein wenig bitter, wenn man mit über 30 quasi schon auf das Altenteil abgeschoben wird, anders ist es nicht zu erklären, das 18-19jährige die Rudelführer sind…

SPOILERENDE
Ich wünsche mir, das der Verlag das Buch von Anfang an als Jugendroman beworben hätte, denn vor allem für Mädchen zwischen 14 und 18 ist der Roman bestens als Einstieg in die Romantasysparte geeignet.
Fazit: Niedliches Teeniebuch

Meine Wertung:
aus Teenagersicht gebe ich 9 von 10, als erfahrenere Leserin nur 6 von 10

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